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Göttingen, den 04.02.2013

Pressemitteilung: Die Anklage gegen Sonja Suder basiert auf Lügen!

Im Verfahren gegen die Revolutionären Zellen (RZ) vor dem Landgericht
Frankfurt am Main verwickelt sich der Kronzeuge Klein in unhaltbare
Widersprüche. Die Verteidigung hat deshalb die sofortige Haftentlassung
Sonja Suders gefordert. Richterin Stock wird nun zu entscheiden haben, ob
die 80-Jährige weiterhin in U-Haft bleiben muss. Das Konstrukt aus Lügen
und Folter wird aber, nach Einschätzung der Roten Hilfe, weiterhin für
eine Verurteilung genügen.

Am vergangenen Freitag erzählte ein geistig verwirrter Hans Joachim Klein
wiederholt von jeweils unterschiedlichen Versionen seiner Einbindung in
die Aktionen gegen die OPEC-Konferenz 1975 in Wien. So gibt es
mittlerweile vier Versionen von Treffen im Frankfurter Stadtwald, die der
Vorbereitung gedient haben sollen. Kontinuierlich wird Brigitte Kuhlmann
genannt, anstelle wechselnder beteiligter Männer soll nun Sonja Suder
dabei gewesen sein. Dass er sich heute besser erinnere als früher und in
Kleins aktuellster Erzählung auf einmal keine Männer mehr vorkommen, ist
der wesentliche Widerspruch. Viele weitere tauchten auf, als er von
Informationen sprach, die ihm vermittelt wurden. Dem Zeugen, der die
meisten seiner Aussagen mit den Worten „Ich gehe mal davon aus, dass es so
gewesen war“ begleitet, fehlt jegliche Glaubwürdigkeit.

Seine widersprüchlichen Aussagen und falschen Beschuldigungen, wie die
bereits am Dienstag revidierte Mordanschuldigung gegenüber Rudolph Sch.,
bezeugen seine Wendehalstaktik. „Es ist nicht nur der verzweifelte Versuch
eines Einzelnen, sich für 15 Jahre Haftverschonung im Auftrag deutscher
Verfolgungsbehörden um Kopf und Kragen zu reden. Bereits mit der
Auslieferung aus Frankreich zeigte die deutsche Justiz ihren politischen
Willen, um jeden Preis die Möglichkeit zu einer Verurteilung der
Angeklagten herbei zu konstruieren“, so Heiko Lange vom Bundesvorstand der
Roten Hilfe.

Die Rote Hilfe fordert die sofortige Freilassung von Sonja Suder und die
Einstellung des Verfahrens.

Heiko Lange für den Bundesvorstand der Roten Hilfe e.V.
04.02.13 10:53