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Heidelberg, den 5. Oktober 2008 500 TeilnehmerInnen bei Nachttanzdemo für ein neues Autonomes ZentrumFast 500 überwiegend junge Menschen haben am Samstagabend mit einer „Nachttanzdemo“ für ein neues Autonomes Zentrum in Heidelberg demonstriert. Begleitet von fünf Wägen, welche die Demonstration mit DJ’s und Live-Acts begleiteten, tanzten sie vom Hauptbahnhof durch die Hauptstraße bis zum Universitätsplatz, wo die Parade am späten Abend mit einer Abschlusskundgebung beendet wurde. Die „Nachttanzdemo“ bildete den fulminanten Abschluss der „Aktionswoche für ein neues selbstverwaltetes Zentrum in Heidelberg“. Zu der Demonstration hatte eine ganze Reihe unterschiedlicher linker Gruppen aufgerufen. Nach massiven Interventionen und Einschüchterungen durch das Dezernat Staatsschutz der Heidelberger Kriminalpolizei hatte der Jugendgemeinderat, der das Projekt ursprünglich unterstützt hatte, seine Beteiligung abgesagt. (vgl. unsere Presseerklärung vom 29.08.2008) Ungeachtet dieser staatlichen Drohgebärden tanzten und demonstrierten an die 500 Menschen in ebenso entschlossener wie ausgelassener Stimmung. Von Resignation oder der vielbeschworenen „Politikverdrossenheit“ war an diesem Samstag jedenfalls nichts zu spüren. Die Polizei, die ein völlig überdimensioniertes Aufgebot von mehreren Hundertschaften zusammengezogen hatte, hielt sich im Hintergrund, so dass die Demonstration ohne Zwischenfälle durchgeführt werden konnte. Auch neun Jahre nach der Räumung des AZ in der Alten Bergheimer Straße war die Demonstration bestimmt durch das Anliegen, endlich ein Ersatzprojekt zu schaffen, in dem linke Politik und Kultur wieder einen Raum finden können - ein Versprechen der Stadtverwaltung, das bis heute nicht eingelöst ist. Wir werten die große Beteiligung an der Nachttanzdemo als ein Zeichen dafür, dass die Forderung nach einem neuen selbstverwalteten Zentrum nicht nur notwendig und berechtigt ist, sondern auch heute noch große Unterstützung vor allem unter Jugendlichen hat. Die Strategie der Stadtverwaltung, das Thema durch beharrliches jahrelanges Totschweigen von der Tagesordnung zu streichen, wird – das hat die gestrige Nachttanzdemo gezeigt - jedenfalls nicht aufgehen. Selbstverwaltung und widerständische Kultur sind nicht ersetzbar durch Sozialarbeiter oder pädagogische Betreuungsangebote – sie erfordern wirkliche Freiräume abseits von Konsum, Kommerz und städtischer Kontrolle. Wir werden auch weiterhin dafür sorgen, dass die Parole „Kein Tag ohne Autonomes Zentrum“ allen staatlichen Einschüchterungsversuchen zum Trotz in der Stadt präsent bleibt und zu einem Faktor wird, mit dem die Stadtoberen zu rechnen haben. Antifaschistische Initiative Heidelberg (AIHD) Autonomes Zentrum (im Exil) Heidelberg 29. September 2008: Heidelberger Kriminalpolizei auf EinschüchterungstourKriminalpolizei versucht „Aktionswoche für ein selbstverwaltetes Kulturzentrum“ zu verhindern. Das Dezernat Staatsschutz der Heidelberger Kriminalpolizei hat mit wiederholten Einschüchterungs-versuchen gegenüber den VeranstalterInnen versucht, die von einem breiten Bündnis verschiedener Gruppen getragenen „Aktionswochen für ein selbstverwaltetes Kulturzentrum“ im ehemaligen Bahn-betriebswerk zu verhindern. Die unter anderem von der Kulturkommission des Jugendgemeinderats und der Werkstatt e.G. mitge-tragene und durch den Fonds Soziokultur geförderte Veranstaltungsreihe sollte auf die Notwendigkeit unkommerzieller und selbstverwalteter Räume für Jugendliche sowie kulturelle und politische Initiati-ven hinweisen. Ein vielfältiges Programm war in den Räumen des ehemaligen Bahnbetriebswerk geplant und vorbereitet worden. Etwa zwei Wochen vor dem Beginn der Veranstaltungen kontaktierte der Staatsschutz Werkstatt eG, die sich bereit erklärt hatte, das Gelände für die Veranstaltung zur Verfügung zu stellen, und setzte den gemeinnützigen Verein in einem Maße unter Druck, dass die Verantwortlichen nach eigenen Angaben „kalte Füße bekamen“. Auch auf die Fachschaftskonferenz der Universität Heidelberg, die mit ihren Räumlichkeiten für ein Notprogramm als Ersatz eingesprungen war, versuchten die Beamten Einfluss zu nehmen, um die Veranstaltung zu verhindern. Das Gleiche wiederholte sich bei der Universitätsverwaltung. An der Universität ließ man sich allerdings nicht einschüchtern und blieb stark. Stattdessen wurde dieser Versuch polizeilich-politischer Einflussnahme dort zurückgewiesen. Wir bewerten es als Skandal, dass die Heidelberger politische Polizei unter Missachtung aller Zuständigkeitsbereiche versucht, Einfluss auf politische Diskussionen und Veranstaltungen in der Stadt zu nehmen. Dies wiegt umso schwerer, als es in diesem Fall auch um die Aktivitäten eines durch die Heidelberger Schülerinnen und Schüler legitimierten Gremiums geht. Wir fordern die Heidelberger Polizeidirektion auf, die internen Vorgänge lückenlos aufzuklären und öffentlich dazu Stellung zu nehmen, sowie die notwendigen politischen und personellen Konsequen-zen zu ziehen. Wir werden uns von diesen staatlichen Zensurversuchen nicht beeindrucken lassen, sondern unser Anliegen weiter in die Öffentlichkeit tragen. Trotz dieser Zumutungen und den daraus resultierenden Einschränkungen wird die „Aktionswoche für ein selbstverwaltetes Kulturzentrum“ mit gekürztem Programm stattfinden. Leider können aufgrund unzureichender Räumlichkeiten nicht alle ursprünglich geplanten Veranstaltungen durchgeführt wer-den. Wir rufen insbesondere zur Teilnahme an der „Nachttanzdemo“ auf, die am 04.10.2008 um 19 Uhr am Heidelberger Hauptbahnhof beginnt. AIHD (Antifaschistische Initiative Heidelberg) AKUZA Autonomes Zentrum im Exil Kritische Initiative Heidelberg Kulturwerkstatt Heidelberg Rote Hilfe, Ortsgruppe Heidelberg Informationen zum aktuellen Programm der „Aktionswoche für ein selbstverwaltetes Kulturzentrum“ finden Sie unter http://www.selbstverwaltetes-zentrum-hd.blogspot.com/ Autonomes Zentrum im Exil Postfach 10 45 20 69035 Heidelberg Tel (0 62 21) 18 12 00 Fax (0 62 21) 2 26 52 Internet: www.autonomes-zentrum.org Heidelberg, 23.07.2006 Presseerklärung: Casa Loca erneut besetzt!Wie wir per E-Mail erfahren haben, fand in der Nacht vom 21. auf den 22. Juli 2006 im Nebengebäude des Schlosshotels, das Ende Januar 2004 als "Casa Loca" besetzt gewesen war, eine Partybesetzung statt. Über 70 Menschen feierten in diesem nichtkommerziellen Rahmen und wiesen dadurch erneut darauf hin, dass es noch immer kein neues Autonomes Zentrum in Heidelberg gibt, während zugleich zahlreiche geeignete Häuser wie das Areal im Schloss-Wolfsbrunnenweg ungenutzt verfallen. Zugleich wollten die AZ-SympathisantInnen gegen die Repression gegen FreiraumaktivistInnen protestieren, wie sie in der Begründung der Aktion erklärten: "Damit wollen wir uns mit der am 8. Juli von der Polizei geräumten Besetzungsparty in der Rudolf-Diesel-Straße solidarisch erklären und auf das Fehlen linker selbstverwalteter Freiräume in Heidelberg aufmerksam machen." (aus dem in Heidelberg verteilten Partyflyer) Gegen 30 vor zwei Wochen kontrollierte Gäste der Veranstaltung im Gewerbegebiet Weststadt laufen jetzt Verfahren wegen Hausfriedensbruchs. Hingegen blieb die gestrige Feier dieses Mal unbemerkt und unbehelligt von der Polizei, so dass die Veranstaltung gegen 4 Uhr ohne Probleme beendet werden konnte. Ähnlich lief die Partybesetzung im Wieblinger Weg 98 am 22. April dieses Jahres ab, die in einem besonders gut geeigneten Gebäude stattfand, das seit mehreren Jahrzehnten leer steht. Dort könnte innerhalb von kürzester Zeit ein neues Autonomes Zentrum entstehen - genau wie im ehemaligen Bahnbetriebswerk am Ochsenkopf, das dem AZ bei der Räumung 1999 als Ersatzobjekt zugesagt worden war. Trotz der unübersehbaren Hinweise auf solchen Leerstand in Form der Partybesetzungen der letzten Monate sieht sich die Stadt Heidelberg nicht genötigt, Gespräche mit dem AZ aufzunehmen. Wir fordern die sofortige Einstellung aller Verfahren gegen die BesucherInnen der Party in der Rudolf-Diesel-Straße! Wir fordern die sofortige Aufnahme von Gesprächen über die Zurverfügungstellung eines geeigneten Gebäudes! Für ein neues Autonomes Zentrum - hier und jetzt! Pressegruppe des Autonomen Zentrums (im Exil) Autonomes Zentrum im Exil Postfach 10 45 20 69035 Heidelberg Tel (0 6221) 18 12 00 Fax (0 62 21) 2 26 52 Internet: www.autonomes-zentrum.org Heidelberg, 09.07.2006 Partybesetzung für ein neues Autonomes Zentrum in Heidelberg geräumtIn den frühen Morgenstunden wurde heute eine Partybesetzung für neue Freiräume, die eine „Soligruppe Emsig“ in der Rudolf-Diesel-Straße veranstaltet hatte, von einem martialischen Polizeiaufgebot geräumt. Dabei kam es zu zahlreichen Personalienfeststellungen und zwei Ingewahrsamnahmen. In der Nacht vom 8. zum 9. Juli 2006 veranstaltete eine „Soligruppe Emsig“ eine Besetzungsparty in einem leer stehenden Fabrikgebäude in der Rudolf-Diesel-Straße 6. Dort wollten die VeranstalterInnen die Möglichkeit bieten, „in unkommerzialisierten Räumen zu feiern! Dies ist seit der Schließung des Autonomen Zentrums 1999 leider zur seltenen Ausnahme geworden!“ (aus einem Flugblatt der „Soligruppe Emsig“). Weit über 80 Gäste folgten dem in verschiedenen Kneipen verteilten Aufruf „Kommt vorbei und feiert mit: Für bessere Zeiten und ein neues Autonomes Zentrum in HD!“. Kurz nach 23.30 Uhr tauchte ein erster Streifenwagen vor dem Gebäude auf, um sich einen Überblick über das Geschehen zu verschaffen. Innerhalb von kurzer Zeit kam Verstärkung an, die sich an den Zufahrten zum Partyort postierten und vorbeifahrende Autos kontrollierten. Gegen 1.00 Uhr wuchs das Polizeiaufgebot plötzlich auf drei Hundertschaften an, die die Fabrikhalle und die angrenzenden Grundstücke umstellten und auch keine Einzelpersonen mehr passieren ließen. Zwei mit der Besetzung solidarische Beobachter erklärten sich bereit, Verhandlungsgespräche zwischen der Einsatzleitung und den BesucherInnen der Party in die Wege zu leiten. Anders als in der Vergangenheit, als bei ähnlichen Aktionen eine Vermittlungsgruppe in vollem Maße akzeptiert wurde, wurde das Angebot dieses Mal von der Polizei zurückgewiesen und die beiden freiwilligen Ansprechpartner nur als Beobachter zugelassen. Gegen 1.30 Uhr drangen über 50 Einsatzkräfte in Kampfausrüstung in das Gebäude ein und begannen, die zu diesem Zeitpunkt noch auf dem Gelände verweilenden Gäste in Gruppen auf den Hof zu bringen. Insgesamt wurden 30 Menschen durchsucht und ihre Personalien festgestellt, zwei weitere Besucher wurden zur Identitätsfeststellung vorübergehend in Gewahrsam genommen. Drei Jugendliche, die auf einem benachbarten Grundstück aufgefunden worden waren, wurden besonders stark schikaniert, beschimpft und von den übrigen Kontrollierten abgesondert. Um sie weiter einzuschüchtern, drohte ihnen ein Beamter damit, ihnen die gesamten Kosten für den Einsatz aufzubürden. Obwohl die Polizei nichts über die Eigentumsverhältnisse des Fabrikgebäudes in Erfahrung bringen konnte und folglich auch nicht über einen Räumungstitel verfügte, droht nun allen zu diesem Zeitpunkt auf dem Areal anwesenden Leuten ein Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruchs. Mit diesem völlig überzogenen Polizeieinsatz hat die zentrenfeindliche Haltung der Stadt Heidelberg, die nicht erst mit dem gebrochenen Versprechen von OB Weber begann, das Autonome Zentrum (AZ) in der Alten Bergheimer Straße 7a nicht ohne gleichwertigen Ersatz zu räumen, einen weiteren traurigen Höhepunkt erreicht. Während die Oberbürgermeisterin ihren ersten Wahlkampf unter anderem mit ihrer bewusst liberalen Haltung gegenüber selbstverwalteten Initiativen gewann und vor ihrer Wiederwahl mit der versprochenen Kontinuität des AZ punktete, hat sie sich in den letzten Jahren ein ähnlich projektfeindliches Image wie ihr reaktionärer Vorgänger Zündel erarbeitet. Wir fordern die sofortige Aufnahme von Verhandlungen über ein neues Autonomes Zentrum! Wir haben die Heidelberger Politik der Lügen, der Vertröstungen und der Kriminalisierung satt! Für selbstverwaltete Freiräume – in Heidelberg und überall! Pressegruppe des Autonomen Zentrums (im Exil) Autonomes Zentrum (im Exil) Postfach 10 45 20 69035 Heidelberg az-hd@gmx.net www.autonomes-zentrum.org Heidelberg, 09.02.2006Presseerklärung:Selbstverwaltete Freiräume statt KommerzkulturMit Empörung mussten wir dem gestrigen Amtsanzeiger der Stadt Heidelberg entnehmen, dass die Grün-Alternative Liste (GAL) von der Stadt Heidelberg die Bereitstellung von 200.000 Euro für die Dachsanierung der halle_02 fordert. Immerhin seien „vor einigen Jahren [schon] einmal über 1 Mio. Euro seitens der Stadt für den Bau einer Jugendhalle vorgesehen [gewesen], die nie realisiert wurde“ (Kai Dondorf, GAL). Zum Glück habe dann das zurzeit wegen bauamtlicher Mängel geschlossene Kulturprojekt halle_02 genau jenen „Raum der Kultur und Begegnung für junge Leute“ (ebd.) geschaffen, der damals „aus Verschlafenheit“ nicht verwirklicht worden war. Außerdem favorisiere die GAL den Erwerb des Bahnbetriebswerks in der Bahnstadt, um daraus einen festen, städtisch kontrollierten Ort für junge Kultur, „für Aktivitäten des Jugendgemeinderates, für Proberäume und vieles mehr“ (ebd.) zu machen. AktivistInnen des seit nunmehr sieben Jahren zerstörten Autonomen Zentrums fragen sich nun, weshalb die von mehreren Jungunternehmern seit vier Jahren ausschließlich nach kommerziellen Richtlinien betriebene halle_02 von solch großem städtischen Interesse sein kann, dass sie mit immensen Fördergeldern gestopft werden soll. Mit einem Bruchteil dieses Geldes hätten wir bereits seit langem wirklich selbstverwaltete, nicht-kommerzielle, basisdemokratische Politik und Kultur umsetzen können. Aber für die Stadt ist es allem Anschein nach bequemer, „junge, innovative Kultur“ à la halle_02 zu sponsern, die sich immer wieder auszeichnet durch sexistische Kunst in Überlebensgröße, abstoßende Studi-Parties auf Bierzeltniveau, zu denen mit prolligen Plakaten mobilisiert wird, Securities, die unverhältnismäßig brutal gegen Gäste vorgehen, und Eintrittspreise, die sich viele Menschen nicht leisten können. Während uns permanent unser linkes, emanzipatorisches Engagement vorgeworfen wird und adäquate Räume für ein neues selbstverwaltetes Zentrum seit 1999 politisch verhindert werden, biedert sich die halle_02 beispielsweise durch populistische Wahlkampfveranstaltungen (mit Lothar Binding) bei der SPD an. Dabei gebärdet sich die halle_02 gerne als „neutraler“, „unpolitischer“ Veranstaltungsort; in Wirklichkeit schmeicheln sie sich bei politischen Parteien ein, die - auch auf kommunaler Ebene - jeden emanzipatorischen Ansatz im Keim ersticken. Zynischerweise befindet sich die halle_02 in von „Aurelis“ verwalteten Hallen. Diese sind 2000 als neues Domizil des Autonomen Zentrums aus dem fadenscheinigen Grund abgelehnt worden, sie wären als neue Außenstelle der in Mannheim stationierten BGS-Einheiten vorgesehen. Kurz darauf wurde jedoch Halle Nr.2 relativ problemlos (und an der Stadt vorbei) an das Atelier Kontrast vermietet. Auch das 1999 durch eine von SympathisantInnen des Autonomen Zentrums organisierte Partybesetzung ins Gespräch gebrachte Bahnbetriebswerk wurde uns verweigert - und rottet seit Jahren ungenutzt vor sich hin! Jetzt fordert die GAL, genau jenes Gebäude in städtischen Besitz zu bringen, um darin einen festen, vom Gemeinderat kontrollierten Ort für junge Kultur zu installieren. Wir werden dennoch weiterhin für ein neues selbstverwaltetes Zentrum auf die Straße gehen; für einen Ort also, an dem emanzipatorische Politik und linke Gegenkultur betrieben werden können. Am 1. Februar 1999 wurde in Heidelberg das Autonome Zentrum (AZ) geräumt und damit ein achtjähriges selbstverwaltetes Projekt zerstört, das einen zentralen Bestandteil der linken politischen und kulturellen Szene der Stadt darstellte. Seit der Räumung des Autonomen Zentrums 1999 gibt es in Heidelberg keinen selbst verwalteten, nicht-kommerziellen und unabhängigen Treffpunkt mehr, in dem kulturelle und politische Veranstaltungen gleichermaßen stattfinden können. Keine der anderen Einrichtungen, die immer wieder als Beispiele für noch immer vorhandene Alternativkultur angeführt werden, konnte das Autonome Zentrum ersetzen: entweder werden kulturelle Initiativen nur nach ihrer Vermarktbarkeit beurteilt, oder politische Gruppen werden in ihrer Arbeit eingeschränkt und behindert. Ein politisches Selbstverständnis hat keiner dieser Veranstaltungsorte. Gerade den offen vertretenen politischen Anspruch des AZ wussten jedoch viele Menschen zu schätzen, die in anderen Einrichtungen sexistischen oder rassistischen Übergriffen und Pöbeleien ausgesetzt sind. Soziale Kämpfe für Freiräume mit linkem Anspruch! Für ein neues selbstverwaltetes Zentrum in Heidelberg! az_06 ins Bahnbetriebswerk! Die Pressegruppe des Autonomen Zentrums (im Exil) Heidelberg 6.12.2004Hallo liebe AktivistInnen, nachdem in den letzten Monaten wenig vom AZ (im Exil) zu hören war, melden wir uns jetzt mit einer Kleinaktion im Weihnachtsrummel zurück: am 16.12. wollen wir ab 18.00 Uhr auf dem Theaterplatz zeigen, dass es auch Alternativen zu Kaufrausch und Verwertungslogik gibt. Im Zentrum stehen dabei (Feuer-)Jonglage und Umsonstwichteln für kleine und große Menschen, daneben gibts noch Glühwein und Kekse. Die Aktion soll zum einen das Prinzip der Umsonstläden vermitteln und zum anderen die Forderung nach einem neuen selbstverwalteten Zentrum, das Raum für nicht-kommerzielle Projekte bietet, wieder in die Öffentlichkeit tragen. Gleichzeitig wollen wir mit dieser spontanen Aktion den öffentlichen Raum zumindest für kurze Zeit als Freiraum zurückerobern. Für alle, die sich und ihre Ideen noch bei der Vorbereitung einbringen wollen, gibt es die Möglichkeit, sich um 17.00 Uhr im Café Gegendruck zu treffen. Ansonsten: kommt alle & bringt alles mit, was euch nützlich erscheint (Jonglierkram, Schokolade, Material für das Umsonstwichteln oder für Aktionen...). Für selbstverwaltete Zentren - in Heidelberg und überall!
Rückblick: Beate goss/gießte(?) die letzte Glocke am
Freitag dem 13.7. in Bergheim |
| 09.10.08 12:06 |